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Weit verbreitet ist die traditionelle Erdbestattung in einem Sarg. Sie können grundsätzlich zwischen einem anonymen Grab, einem Rasenreihengrab oder einem Wahlgrab entscheiden.
Die anonyme Erdbestattung gibt es erst seit kurzer Zeit und auch nicht auf allen Friedhöfen. Natürlich ist es den Angehörigen möglich, bei der Beisetzung anwesend zu sein. Der Unterschied zu den beiden anderen Grabformen wird bei dem späteren Anlegen der Grabstelle erkennbar. Die Grabstelle erhält keinen Grabstein und wird nicht bepflanzt. Die Fläche wird mit Rasen eingesät, so dass nach einigen Monaten eine geschlossene Rasenfläche entsteht.

Rasenreihengäber Erdbestattung

Die Rasenreihengräber für Erdbestattungen sind immer nur für einen Sarg vorgesehen. Sie haben als Graberwerber keinen Einfluss auf die Lage der Grabstelle, diese wird vom Friedhof festgelegt. Unter bestimmten Bedingungen kann in den ersten Jahren des Bestehens der Grabstätte noch eine Urne mit aufgenommen werden. Die Grabfläche wird zum Großteil mit Rasen eingesät und vom Friedhof gepflegt. Außerdem besteht die Möglichkeit (keine Pflicht) einen Grabstein zu setzen bzw. zu legen und eine individuelle Bepflanzung um den Grabstein herum anzulegen. Um diese Bepflanzung muss man sich dann allerdings selbst kümmern. So entsteht bereits mit einem geringen Aufwand eine individuelle Anlaufstelle, ein Ort der Trauerbewältigung und des Abschiedes.

Erdwahlgrab

Beim Wahlgrab können Sie als Graberwerber die Lage frei auswählen. Hinsichtlich der Größe einer Grabstätte ist die jeweilige Friedhofssatzung ausschlaggebend. Bei der Größe einer Grabstätte spricht man von der Anzahl der Breiten. Vereinfacht dargestellt entspricht eine Breite ungefähr den Maßen eines Sarges. Der Erwerb, und damit das Nutzungsrecht an einer Wahlgrabstätte mit einer oder mehreren Breiten ist auf einen bestimmten Zeitraum begrenzt, kann jedoch unbegrenzt verlängert werden.
In der Regel muss das Nutzungsrecht für eine bestehende Wahlgrabstätte verlängert werden, wenn eine weitere Bestattung erfolgt. Dabei werden im Regelfall alle Breiten einer Grabstelle zusammen verlängert. Der Erwerb bzw. die Verlängerung einer Grabstelle richtet sich grundsätzlich nach der jeweils gültigen gesetzlichen Mindestruhefrist. Diese kann bei den Friedhöfen je nach den Bodenverhältnissen unterschiedlich sein. Die Erdbestattung bedarf keiner besonderen Willenserklärung.
Bei einem Wahlgrab ist das Einsetzen von bis zu 6 Urnen (Friedhofssatzung) möglich.